Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran: Bürger wollen ePA nutzen

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll trotz aktueller Schwierigkeiten im nächsten Jahr verfügbar sein. Dazu will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Kürze ein zweites Digitale-Versorgungsgesetz vorlegen. Es sollen Details für den Datenschutz und die konkrete Ausgestaltung der Akte geklärt werden. Der BVDVA begrüßt die Tatkraft.

Ob die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit der ePA einen großen Schritt nach vorne macht, entscheiden im Jahr 2021 vor allen die Patienten, die die ePA dann freiwillig nutzen dürfen. Um die Akzeptanz besser einzuschätzen, hat Civey im Auftrag des Tagesspiegel Background über 2.500 GKV-Versicherte befragt. Das Ergebnis: Etwa die Hälfte der gesetzlich Krankenversicherten würde die ePA nutzen, 20 Prozent sind noch unentschieden. Männer würden ihre Behandlungs- und Patientendaten eher digital speichern lassen als Frauen. Interessanterweise gibt es die größte Zustimmung bei den über 65-Jährigen (55 Prozent und 15 Prozent Unentschiedene).

Der BVDVA begrüßt die raschen Schritte zur weiteren Digitalisierung der Gesundheitsversorgung mit der ePA. Auch an anderer Stelle geht es weiter: Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat einen Venture-Capital-Fonds heal capital auf den Weg gebracht, der bereits mehr als 80 Millionen Euro umfasst. Der Fonds will sich an jungen Unternehmen beteiligen, die neue digitale Angebote für die Gesundheitsversorgung erarbeiten, allem voran Gesundheits-Apps für chronisch Kranke, die Prävention, Telemedizin und die Therapie-Sicherheit bei Arzneimitteln.

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