Mehr Digitalisierung – mehr Patientensicherheit

Das Marktforschungsinstitut Nielsen hat für den Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) den neuen Gesundheitsmonitor erstellt. Bei der aktuellen Skepsis gegenüber der Corona-App mutet das Ergebnis erstaunlich an: 77 Prozent der Bevölkerung erwarten von einer höheren Digitalisierung im Gesundheitswesen mehr Sicherheit für Patienten.

An die positiven Auswirkungen einer höheren Digitalisierung im Gesundheitswesen glauben vor allem ältere Personen ab 70 Jahren: 87 Prozent vermuten, dass die Sicherheit für die Patienten mit der Digitalisierung steigt. Auch soll die Digitalisierung zur besseren Behandlung durch Ärzte beitragen, da sind sich 76 Prozent der Befragten sicher.

„Die Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten der Behandlung, trägt zur Sicherheit der Patienten bei und kann zu sinkenden Kosten im Gesundheitswesen führen. Den weitreichenden Chancen stehen aber auch Bedenken der Patienten gegenüber. Hier gilt es, Regelungen zu implementieren, die Vertrauen schaffen", sagt Dr. Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des BAH.

Gesundheits-Apps im Kommen

Das Digitale-Versorgungs-Gesetz (DVG) ermöglicht, dass niedergelassene Ärzte künftig elektronische, gesundheitsbezogene Apps verschreiben und über die gesetzliche Krankenversicherung abrechnen dürfen. Die Apps laufen dann auf den Smartphones der Kunden und helfen, bestimmte Werte bei Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder die Behandlung zu unterstützen. Bereits 12 Prozent der Befragten setzen solche Apps ein und 40 Prozent wollen sie in naher Zukunft verwenden. „Bei der hohen Akzeptanz für Gesundheits-Apps bin ich mir recht sicher, dass auch Apps für das elektronische Rezept im nächsten Jahr besser angenommen werden, als viele erwarten“, sagt Udo Sonnenberg, Geschäftsführer des BVDVA.

Übrigens: Wer die Themen Digitalisierung und innovative Arzneimittelversorgung vertiefen will, ist auf dem BVDVA-Kongress #bvdva20 am 15. und 16. Oktober in Berlin herzlich willkommen.

Pressemitteilung BAH

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