Digitale Angebote im Gesundheitswesen: Gekommen, um zu bleiben

Da Patienten mit digitalen Angeboten Kontakte zu den Mitmenschen vermeiden, werden digitale Lösungen durch die Corona-Krise immer stärker nachgefragt. Online-Versand, Telemedizin – viele Angebote werden in allen Lebensbereichen verstärkt genutzt. Das Videokonferenztool Zoom verzeichnete beispielsweise im März 2020 ganze 110 Prozent mehr „eindeutige Nutzer“ als im Februar. Und laut Digitalverband Bitkom sprechen sich 93 Prozent der über 1.100 Befragten dafür aus, die digitale Gesundheitsversorgung weiter auszubauen.

„Die Digitalisierung der Medizin und des Gesundheitswesens ist in vollem Gange. Elektronische Patientenakte, E-Rezept und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sind schon bald für die Versicherten verfügbar. Zugleich bauen Ärzte telemedizinische Angebote wie Videosprechstunden aus. Diese Entwicklung wurde durch die Corona-Pandemie noch einmal beschleunigt und muss jetzt konsequent fortgesetzt werden“, schrieb Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Pressemitteilung. Der aktuelle Stand der Digitalisierung und innovativen Arzneimittelversorgung wird übrigens auf dem BVDVA-Kongress #bvdva20 am 15. und 16. Oktober in Berlin diskutiert werden.

Die Uhr der Digitalisierung nicht zurückdrehen

Das E-Rezept wird im nächsten Jahr kommen. Das Projekt hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der gematik übertragen, die auch schon ein erstes Konzept vorgelegt hat. Wenn das E-Rezept einmal da ist, wird es sein, wie mit der telefonischen Krankschreibung, die als Corona-Sonderregelung möglich war: Laut der repräsentativen Bitkom-Befragung im April und Mai 2020, wollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit nicht nur weiter wahrnehmen, sondern 62 Prozent der Befragten wünschen sich auch, dass eine Krankschreibung per E-Mail, Messenger oder App möglich ist.

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