Deloitte-Studie: Medizinisches Personal hat großes Vertrauen in digitale Technologien

Für die Studie „Closing the digital gap – Shaping the future of European healthcare“ befragte Deloitte rund 1.800 Personen aus dem medizinischen Bereich in sieben europäischen Ländern. 86 Prozent der befragten Ärzte und Pfleger haben großes Vertrauen in digitale Technologien. Sie sind überzeugt, dass mit ihnen die Patientenversorgung weiterhin verbessert werden kann.

Zu den digitalen Technologien gehören unter anderem Telemedizin, elektronische Krankenakten und Rezepte. Sie soll die Effizienz der Behandlung erhöhen und das medizinische Personal entlasten. Gerade für Letzteres werden die digitalen Technologien im Medizinbetrieb eingesetzt: 75 Prozent nutzen die digitale Krankenakte, 52 Prozent digitale Dienstpläne und 44 Prozent spezifische Apps für Klinikpersonal, um administrative und planerische Aufgaben leichter erledigen zu können. Der Einsatz scheint sich zu lohnen, denn 78 Prozent der Befragten sehen beispielsweise, dass die digitale Krankenakte für mehr Effizienz und eine gute Patientenversorgung sorgt.

Telemedizinische Technologien nutzen dahingegen nur 30 Prozent des medizinischen Personals, obwohl 64 Prozent einen Vorteil für die Patientenversorgung sehen.

Bürokratie als größte Hürde

Es scheint nicht ganz einfach zu sein, die digitalen Technologien im deutschen Gesundheitssystem einzuführen: Das medizinische Personal empfindet Bürokratie (61 Prozent) und hohe Kosten (57 Prozent) als größte Hürden. Themen der digitalen Gesundheitsversorgung werden auch beim ersten BVDVA-Kongress online #bvdvaON am 15. Oktober diskutiert. Melden Sie sich jetzt kostenfrei an.

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