Innovationen in der Arzneimittelversorgung

Digitale Prozesse in der medizinischen und pharmazeutischen Versorgung bestimmen die Themen im Gesundheitswesen. Es gibt viele Innovationen in der Arzneimittelversorgung, von denen ebenso viele Patient:innen und Kund:innen profitieren.

Der BVDVA begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. Dennoch muss klar bleiben, dass Arzneimittel ein besonderes Gut und damit besonderen Regeln unterworfen sind. Das fängt beim pharmazeutischen Unternehmer in der Herstellung an, geht über die verschiedenen Handelsstufen und reicht bis zur Einnahme durch den Patienten. Der Arzneimittelversandhandel in Deutschland stellt sich diesen Herausforderungen mit all seinen Konsequenzen seit 2004. Gerade in der Pandemie hat sich der kontaktlose Bezug von Arzneimitteln vielfach bewährt. Die Menschen wollen diesen komplementären Versorgungskanal auf keinen Fall mehr missen - müssen sie auch nicht. Zunehmend treten Spieler auf den Plan, die bisher in erster Linie Konsumgüter und Lebensmittel zu den Verbraucher:innen gebracht haben. Auch die FAZ-online hat sich in der vergangenen Woche mit dem Thema beschäftigt.

Klarheit für die Kund:innen muss gewährleistet sein

Apotheken tragen eine besondere Verantwortung. Sie bürgen für die pharmazeutische Expertise gegenüber den Patient:innen und sorgen damit maßgeblich für deren Sicherheit. Jeder Endverbraucher benötigt Klarheit, wer der Absender einer Ware, Dienstleistung oder eines Medikaments ist. Wenn eine Plattform einen Dienst betreibt - egal, ob dieser Getränke oder eben Kopfschmerztabletten bringt - muss dieser klar als solcher zu erkennen sein. Für die Empfänger:innen darf es keinen Zweifel hinsichtlich des Absenders geben. Nur Transparenz schafft das notwendige Vertrauen. 

Makelverbot gilt

Der Bundestag hat am 6. Mai 2021 das Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) beschlossen. In diesem Gesetz ist das sogenannte Zuweisungs- und Makelverbot für E-Rezept-Token geregelt. D.h., dass ein E-Rezept nicht durch Dritte bedient bzw. "gemakelt" werden darf: Der Arzt verschreibt, der Patient löst das E-Rezept bei der Apotheke seiner Wahl ein. Das Gesetz trat am 9. Juni 2021 in Kraft und gilt. Solange alle Beteiligte nach diesen Regel spielen, ist der Markt für Innovationen immer offen.

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