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Ab sofort müssen Internethändler von Medikamenten das im Juni eingeführte EU-Logo verpflichtend anzeigen. Über das Logo können Verbraucherinnen und Verbraucher prüfen, ob ein Händler behördlich erfasst und zum Versandhandel mit Humanarzneimitteln berechtigt ist.

Der Kauf von Medikamenten im Internet birgt Risiken, da illegale Händler häufig gefährliche Fälschungen auf den Markt bringen. Ab sofort profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher von EU-weiten Regelungen für mehr Sicherheit: Ein gemeinsames europäisches Logo kennzeichnet legale Händler. Über den Klick auf dieses Logo kann jeder leicht prüfen, ob ein Anbieter behördlich erfasst und grundsätzlich zum Versandhandel mit Humanarzneimitteln berechtigt ist.

Berlin - Bis das E-Health-Gesetz in der kommenden Woche in die öffentliche Anhörung geht, können Verbände und Organisationen noch ein letztes Mal ihre Forderungen und Argumente vortragen. Während die ABDA versucht, durch Zugeständnisse die Apotheker doch noch ins Spiel zu bringen, schwenkt der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) voll auf die Digitalisierung ein.

Der Versandhandel mit OTC- und Freiwahlprodukten wird sich bis 2018 deutlich ausweiten. Das geht aus einer aktuellen Hochrechnung der Unternehmensberatung Sempora hervor. In Deutschland rechnet der Experte Arnt Tobias Brodtkorb mit einer Verdopplung. In anderen Ländern soll der Bereich deutlich an Fahrt aufnehmen.

Jeder zweite Internetnutzer bestellt online Arzneimittel. Vor allem die ältere Generation erspart sich nach einer Bitkom-Umfrage immer häufiger den Gang zur Apotheke.

Viele Jahre lang gab es Produkte, die sich einfach nicht über das Internet verkaufen ließen. Das waren zum Beispiel Möbel, Autos, Lebensmittel und Medikamente. Mittlerweile ist es zumindest nichts exotisches mehr, diese Produkte online zu bestellen, auch wenn das immer noch die Ausnahme darstellt. Das gilt für Lebensmittel genauso wie für Pharmazie-Produkte.

In einem Artikel vom Sonntag, den 27.09.2015, berichtet die WELT am SONNTAG (Ausgabe 39 / Seite 8) unter der Überschrift "Die Überdosis" über eine aktuelle "Analyse" des früheren Leiters des BfArM Rainer Schweim, der die Gefahren des Versandhandels mit OTC Produkten herauszustellen versucht. Das Ergebnis: fragwürdige Methodik trifft auf fragwürdige Schlussfolgerungen. "Unsere Mitglieder geben die Verantwortung als Apotheker ja nicht ab, nur weil sie ihre Medikamente über den Versandhandel zu den Patienten bringen", sagte BVDVA-Geschäftsführer Udo Sonnenberg. "Solche Behauptungen, wonach wir den Umsatz vor das Patientenwohl stellen, sind daher völlig aus der Luft gegriffen."

Berlin - Eine genaue Temperaturkontrolle ist für Pharmagroßhändler Pflicht – selbst auf kurzen Strecken. Versandapotheken müssen die Gradzahl in verschickten Päckchen dagegen nicht dokumentieren. Das will die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) ändern. Bei den Versandapotheken wird dieser Vorstoß heftig kritisiert.

In der neuesten Ausgabe der Healthcare Marketing äußert sich BVDVA-Vorsitzender Christian Buse zum elektronischen Rezept.

Auf dem Zukunftskongress der Techniker Krankenkasse (TK) vom 02. September 2015 kritisierte der Staatssekretär des Gesundheitswesens, Lutz Stroppe, den Rückfall der Gesundheitsbranche beim Thema Digitalisierung. Stroppe betonte den Zeitverlust und die Marktposition in "hinteren Drittel", kündigte aber gleichzeitig eine Kabinettsklausur zum Thema digitale Gesundheit und Wirtschaft 4.0 für September an.

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