Gastbeitrag bevh: Apotheke innovativ – wer treibt den Arzneimittelversandhandel?

Am 1./2. Juni dieses Jahres richtet der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) seinen 9. Versandhandelskongress aus. Seit 2004 dürfen Apotheken aktiv E-Commerce mit Arzneimitteln betreiben – sofern sie eine Versandhandelserlaubnis haben. Versandapotheken sind per Marktgesetz innovativ, weil die Margen in ihrem Kernmarkt, dem OTC-Geschäft, immer geringer ausfallen. Ein Schwerpunktthema ist darum die Digitalisierung des Gesundheitsmarktes insgesamt.

Die Königsanwendung aus Sicht der Arzneimittelversender ist logischerweise das elektronische Rezept. Das liegt auf der Hand: Eine Apotheke ist auf pharmazeutische Fachkompetenz ausgerichtet, das gilt stationär genauso wie im Fernabsatz. Diese Fachkompetenz kann aber derzeit wegen des umständlichen Papierrezepts, das nur vom Arzt unterschrieben als analoges Dokument gilt und in analoger Form akzeptiert wird, in der Versandapotheke nicht ausgelebt werden.

Aber es gibt noch weitere Themen, die mit der Digitalisierung einhergehen und Vorteile ausspielen: Da wäre zunächst die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) zu nennen. Fehlmedikationsbedingte stationäre Einweisungen aufgrund von Wechselwirkungen müssen bestmöglich vermieden werden. Bei derzeit über 60.000 zugelassenen Wirkstoffen allein in Deutschland ist ein effizienter Wechselwirkungscheck analog nicht mehr leistbar. Das Thema AMTS geht darum einher mit Medikationsplänen. Diese haben neben Verträglichkeitsprüfungen die Compliance, also die Therapietreue, zum Gegenstand. Denn nur eine Therapie, die eingehalten wird, kann auch die gesundheitlich positive Wirkung für den Patienten entfalten. Diese drei Teilbereiche (eRezept, AMTS, Medikationspläne) zeigen auf, welches Innovationspotential dem Ganzen innewohnt.

Hinzu kommen eine Vielzahl von Gesundheits- und Fitness-Apps, die zwar nicht unbedingt diagnostische und in der Folge therapeutische Konsequenzen haben, aber den Menschen die Möglichkeiten aufzeigen, die sie heute schon haben, um z.B. präventiv tätig zu werden.

#bvdva16 wird einen Teil haben, wo es konkret um die übergeordneten Bereiche der Innovation geht. Der zweite Tag setzt sich dann mit dem Thema Branding und Market-Building auseinander. Wie bekomme ich die Kunden in den Markt? Welche digitale Strategie ist für mich und mein Produkt die beste? Denn: DIE digitale Strategie gibt es nicht. Es gibt lediglich Strategien für das digitale Zeitalter. Alle Infos auf: bvdva-kongress.de oder direkt unter bvdva-anmeldung.de – bevh-Mitglieder erhalten Sonderkonditionen! Fragen Sie nach dem Aktionscode.

Der Artikel erschien zunächst als Gastbeitrag des Geschäftsführers des BVDVA, Udo Sonnenberg, auf dem Blog des e-Commerce Verbandes bevh. 

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