IMS Health: Top-Chart 2/2016 - Marktstruktur rezeptfreier Produkte aus Apotheken

Im Jahr 2015 gingen rezeptfreie Produkte im Wert von 12,4 Mrd. Euro (zu effektiven Verkaufspreisen) über die Apothekentheken und den Versandhandel. Das bedeutet einen Zuwachs von knapp 6 %. Dahinter stehen 1,2 Mrd. abgegebene Packungen mit einer Steigerung von 4 % (Kennzahlen nach Menge in obiger Abbildung nicht ausgewiesen).

160405 IMS Marktstrukturapothekenmarkt

Gut die Hälfte des Umsatzes entfällt auf OTC Arzneimittel, die nach Menge über 60 % ausmachen. Vom verbleibenden Rest der „NichtArzneimittel“ entfällt das Gros des Umsatzes auf Medizinprodukte (z. B. Tests, Hilfsmittel). Nach Absatz dominieren Gesundheitsmittel (z. B. Nahrungsergänzungsmittel, Augenpräparate). Artikel aus dem Bereich der Kosmetik/Körperpflege machen etwa ein Viertel aus. 5 bzw. 7 % (Umsatz/Absatz) Marktanteil vereinen Ernährungsprodukte (z. B. Schlankheitsmittel, Traubenzucker) auf sich. Vier Fünftel des Umsatzes und 83 % der Menge rezeptfreier Arzneimittel gehen auf die Selbstmedikation zurück, wobei apothekenpflichtige Präparate den Schwerpunkt bilden. Über Verordnungen wird ein Fünftel des Umsatzes generiert. Bei fast allen der analysierten Kategorien ist ein Marktwachstum festzustellen, lediglich Ernährungsprodukte verzeichnen einen Rückgang. Deutlich zugelegt haben hingegen Gesundheitsmittel, wozu auch der Versandhandel beigetragen hat, der hier doppelt so stark wächst wie die Abgaben über die Offizine (Absatz: +14 %, Vorortapotheke: +7 %). OTC-Arzneien profitierten in beiden Vertriebskanälen vom starken Bedarf an Erkältungsmitteln. Medizinprodukte und Apothekenkosmetik verbuchen Steigerungen im unteren einstelligen Bereich.

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