IMS Health: Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Mai 2016

Der IMS Health Marktbericht informiert in kompakter Weise über die aktuelle Entwicklung im deutschen Arzneimittelmarkt. Der Bericht beinhaltet Analysen zu den Bereichen Pharmagesamtmarkt, Klinik- und Apothekenmarkt sowie zum GKVMarkt. Die vorliegende Mai-Ausgabe beleuchtet als Sonderthema die Entwicklung im Markt der oralen Antikoagulantien. Für Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung dauerhaft Blutverdünner benötigen, gibt es mittlerweile Therapiealternativen in Form der sogenannten neuen oralen Antikoagulantien (NOAK).

 

Der Umsatz des Apothekenmarktes steigt im Mai 2016 wie bereits im Vormonat um 6 % und beläuft sich auf 2,6 Mrd. Euro (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffe und Testdiagnostika). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der aktuelle Monat je nach Bundesland ein bis zwei Arbeitstage mehr beinhaltete als der Vorjahresmonat.

● Die Mengenentwicklung verbucht ein Wachstum von 3 %. Hintergrundanalysen zeigen, dass zunehmend mehr Großpackungen (N3) verordnet wurden (+6 %). Die Verordnung von kleinen und mittleren Packungen hat weniger stark zugenommen.

● Die nach Umsatz führenden zehn Präparategruppen verbuchen in den ersten fünf Monaten 2016 überwiegend ein Wachstum. Zweistellig wachsen antineoplastisch wirksame Proteinkinasehemmer (+22 %), MAB Antineoplastika (+18 %), Immunsuppressiva (+12 %) und direkte Faktor Xa Hemmer (+35 %). Einen nennenswerten Rückgang verbucht die Gruppe der antiviralen Mittel exkl. HIV (-42 %), die im Schwerpunkt innovative Hepatitis C-Therapien beinhaltet.

● Die Entwicklung der nach Absatz führenden zehn Arzneimittelgruppen fällt in den ersten fünf Monaten 2016 unterschiedlich aus. Während Schnupfenmittel, Beta-Blocker, Ulkustherapeutika und topische Antirheumatika Wachstumsraten zwischen +2 % bis +5 % verbuchen, sind Auswurfmittel ohne antiinfektive Komponente (-10 %) oder Immunstimulantien (-2 %) rückläufig. Insgesamt stagniert der Absatz im Apothekenmarkt bei einer „schwarzen Null“.

● Rezeptpflichtige Arzneimittel verbuchen im Mai 2016 eine Umsatzund Mengensteigerung im mittleren einstelligen Bereich (+7 %/+5 %). Die Menge abgegebener Präparate legt dabei in fast allen führenden Präparategruppen im mittleren bis höheren einstelligen Bereich zu. Den größten Zuwachs erreichen Schmerzmittel (+10 %).

● OTC-Präparate erfahren im Mai 2016 nur eine geringe Nachfragesteigerung. Der Absatz erhöht sich um 1 %. Bei den Gruppen topische Antirheumatika/Analgetika (+5 %), systemische Antihistamine (+7 %) und Wundmittel (+4 %) ergeben sich Zuwächse. Rückgänge verbuchen dagegen Analgetika (-2 %) und Expektorantien ohne antiinfektive Komponente (-4 %). Nach Wert wachsen rezeptfreie Präparate im aktuellen Monat um 4 %.

● OTC-Arznei- und Gesundheitsmittel wachsen über den Apothekenversandhandel in den ersten fünf Monaten 2016 zweistellig (+15 % / +13 %). Die führende Kategorie Arzneimittel legt um 13 % nach Wert und 12 % nach Menge zu. Bei den Kategorien Gesundheitsmittel, Kosmetik/Körperpflege und Medizinprodukte fällt der Zuwachs noch höher aus. Nur Produkte aus dem Bereich Ernährung (z. B. Schlankheitsmittel, Traubenzucker) zeigen kaum einen Wertzuwachs (+2 %).

● In den ersten fünf Monaten 2016 wachsen die absatzstärksten zehn Gruppen der Arznei- und Gesundheitsmittel über den Versandhandel im mittleren bis niedrig zweistelligen Bereich. Die größte Steigerung erfahren Augenpräparate (+19 %) und die Gruppe Verschiedenes (überwiegend Homöopathika; +19 %), gefolgt von Vitaminen/ Mineralstoffen/Nahrungsergänzungsmitteln (+17 %). Husten- und Erkältungspräparate zusammen mit Schmerzmitteln/Muskel- /Gelenktherapeutika erreichen mit je +10 % die niedrigsten Wachstumsraten innerhalb der Top 10.

 

Lesen Sie den vollständigen IMS-Marktbericht Mai 2016 hier.

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