IQVIA Marktbericht: 2019 wuchs der Apothekenmarkt um 6 Prozent

Mitte Februar hat der BVDVA-Förderpartner IQVIA seinen Marktbericht für das Jahr 2019 vorgelegt. Demnach erzielte der Apothekenmarkt vergangenes Jahr rund 6 Prozent mehr Umsatz und wuchs damit auf rund 38,2 Milliarden Euro. Mit 86 Prozent machten die rezeptpflichtigen Präparate den Löwenanteil aus. Ihr Umsatz stieg um 7 Prozent, wogegen die rezeptfreien Präparate nur 2 Prozent zulegten.

Die rezeptpflichtigen Präparate zeichneten 2019 für 33 Milliarden Euro des Apothekenumsatzes verantwortlich. Die OTC/apothekenpflichtigen-Medikamente kamen auf 5,2 Milliarden Euro Umsatz. Das Wachstum entfiel hauptsächlich auf die verschreibungspflichtigen Arzneien.

Bei den OTC-Arzneien verschob sich der Umsatz im vergangenen Jahr leicht zugunsten der Versandapotheken, die rund 6 Prozent mehr Umsatz mit dieser Produktgruppe erzielten und auf 1,976 Mrd. Euro kamen. Von dieser Summe entfielen 51 Prozent auf rezeptfreie Arzneimittel und 27 Prozent auf Gesundheitsmitte wie beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel. Kosmetik- und Körperpflegeprodukte machten 16 Prozent des Umsatzes aus. Produkte für die Ernährung (5 Prozent) und des medizinischen Sachbedarfs (2 Prozent) sind im Apothekenversandhandel bisher von geringer Bedeutung. Interessant ist ein Blick auf die Zuwächse: Die Gesundheitsmittel können hier11 Prozent und Arzneimittel 5 Prozent aufweisen.

Verteilung des Wachstums über das Jahr

Im Mai, Juli und September wurden im Apothekenmarkt die höchsten Umsatzsteigerungen mit verschreibungspflichtigen Arzneien erzielt – zwischen 11 und 13 Prozent. Vermutlich wegen der Feiertage verzeichneten die Apotheken im Juni einen Umsatzrückgang von 2 Prozent. Bei den rezeptfreien Arzneimitteln aus Apotheken zeigte sich zu Jahresbeginn ein geringes Umsatz- und Absatzplus mit anschließend zwei rückläufigen Monaten. Die Erkältungssaison war im ersten Quartal des Jahres 2019 schwächer als im Vorjahr. Doch im April stieg die Nachfrage nach topischen Rhinologika (gegen allergischen Schnupfen) um 19 Prozent, Halsschmerzmitteln wurde 15 Prozent stärker eingekauft und Erkältungspräparate ohne antiinfektive Komponente wurden gar um 31 Prozent stärker nachgefragt.

Digitale Bestellung verstärkt genutzt

Interessant ist auch ein Blick auf den Bestellweg: Dank kurzer Lieferzeiten nutzen die Patienten die elektronische/telefonische Bestellung nicht nur zur Bedarfsdeckung bei chronischen Erkrankungen, sondern auch für akute Befindlichkeitsstörungen, zu denen beispielsweise Erkältungen gehören.

Der vollständige Marktbericht kann unter eingesehen werden: Link

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