App auf Rezept: Es geht los! IQVIA stellt appscript vor

Ärzte können bald Gesundheitsapps verordnen, sogenannte digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs). Doch langfristig übernehmen die Kassen die Kosten nur, wenn die Anbieter der Apps deren Nutzen nachweisen. Da ein Vergleich mit Placebos wie in der Arzneimittelentwicklung nicht möglich ist, kommt es auf die kluge Erfassung und Auswertung der Daten an.

Erste DiGAs werden bald über das Fast-Track-Verfahren in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen und können dann verordnet werden. Ein Jahr lang bleibt jeder Anwendung Zeit, um ihren Nutzen zu beweisen. Dabei ist noch nicht ganz klar, nach welchen Kriterien die Qualität der DiGAs gemessen werden soll.

IQVIA hat kürzlich die Plattform www.appscript.net vorgestellt, über die DiGAs verordnet und abgerechnet werden können. Interessant an der Plattform ist, dass sie Daten DSGVO-konform automatisch erhebt und in Studien integriert. Damit können die Hersteller einen Nachweis der Nutzung und Wirksamkeit einer DiGA leichter erbringen. Die IQVIA-Pressemitteilung dazu vom 12.8.20.

DiGAs – wie groß ist der Markt?

Schon vor drei Jahren waren laut IQVIA Institute for Human Data Science global über 300.000 Gesundheits-Apps verfügbar. Es sollen jeden Tag um die 200 Apps hinzukommen. Roland Berger schätzt das Marktvolumen für DiGAs im Jahr 2025 auf rund 38 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Laut Statista belief sich der weltweite Pharmamarkt im Jahr 2018 auf rund 1,2 Billionen US-Dollar. Wir reden also von einem Marktanteil der DiGAs im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

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