Digitale Gesundheitsinformationen sind gefragt

In einer Erhebung, die das Marktdatenanalyseunternehmen und Förderpartner des BVDVA DatamedIQ (Arbeitsschwerpunkt: Arzneimittel-Panels) zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio durchgeführt hat, wurden rund 1.000 Menschen befragt. Neben allgemeinen Fragen zur Corona-Situation, persönlichen Beschwerden und Gesundheitsverhalten wurden auch die Informationskanäle abgefragt - analog und/oder digital.

Über zwei Drittel (69,8 Prozent) informieren sich beim Arzt oder in der Offizin (Apotheke); 15 Prozent "googeln". Einige holen sich Informationen in der Online-Apotheke und andere Rat bei Freunden. Immerhin 55,7 Prozent können sich vorstellen, auf eine gesundheitliche Online-Beratung zurückzugreifen. Die Hälfte der Befragten kann sich zudem eine telemedizinische Behandlung vorstellen; Argumente, die dafür sprechen: „ich muss das Haus nicht verlassen“ (67,7 Prozent) oder die „die Wartezeiten sind kürzer“ (62,7 Prozent).

Arzneimittelversandhandel

Online-Apotheken punkten überwiegend mit dem Preis (46 Prozent). Die Angebotsvielfalt und die Convenience (nicht das Haus verlassen) machen jeweils etwa ein Drittel aus und 18 Prozent nennen den kontaktlosen Einkauf. Die Umfrage unterstreicht den fortschreitenden Wandel im Konsum- und Beratungsverhalten der Menschen: hin zu mehr digitaler Versorgung. Das ist ein wichtiges Signal für den Ausbau bestehender digitaler Angebote und die Schaffung neuer im Gesundheitswesen. Die Digitalisierung kann zudem einen Beitrag dazu leisten, Kosten zu sparen, indem z.B. Arztbesuche für leichte Erkrankungen auch telemedizinisch abgewickelt werden können. Neben dem kontaktlosen Einkauf von Arzneimitteln online ist auch die ersparte Wartezeit in Arzträumen während der Corona-Pandemie ein gesundheitlicher Vorteil - immerhin ist das für fast ein Fünftel der Befragten ein wichtiger Faktor. Diese Lehre gilt es für Pandemien in der Zukunft zu ziehen.

Quelle: DatamedIQ - inkl. Download-Möglichkeit

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