Tierarzneimittel bald nur noch aus der Apotheke?

Brüssel / Berlin (22.01.2013) - Das Dispensierrecht der Tierärzte, also die Abgabe von rezeptpflichtigen Tierarzneimitteln durch Veterinäre, steht zur Diskussion. Hintergrund ist der eklatante Anstieg von Antibiotika-Resistenzen, "die allein in der EU, in Island und in Norwegen zu etwa 400.000 Infektionen und 25.000 Todesfällen pro Jahr führen und mindestens 1,5 Milliarden an zusätzlichen Gesundheitskosten und Produktivitätseinbußen verursacheni ." Daher hat der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments im Dezember im Rahmen der Abstimmung zum sogenannten Rosbach-Bericht mehrheitlich eine Entschließung verabschiedet. Darin werden Sofortmaßnahmen, etwa die Überprüfung des Dispensierrechts der Tierärzte, gefordert. "Apotheker stellen die sachgerechte Arzneimittelabgabe für Menschen sicher und können diese Verantwortung auch für Tierarzneimittel noch stärker wahrnehmen als bisher", kommentierte Christian Buse, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versandapotheker (BVDVA) den EU-Vorstoß.Brüssel / Berlin (22.01.2013) - Das Dispensierrecht der Tierärzte, also die Abgabe von rezeptpflichtigen Tierarzneimitteln durch Veterinäre, steht zur Diskussion. Hintergrund ist der eklatante Anstieg von Antibiotika-Resistenzen, "die allein in der EU, in Island und in Norwegen zu etwa 400.000 Infektionen und 25.000 Todesfällen pro Jahr führen und mindestens 1,5 Milliarden an zusätzlichen Gesundheitskosten und Produktivitätseinbußen verursacheni ." Daher hat der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments im Dezember im Rahmen der Abstimmung zum sogenannten Rosbach-Bericht mehrheitlich eine Entschließung verabschiedet. Darin werden Sofortmaßnahmen, etwa die Überprüfung des Dispensierrechts der Tierärzte, gefordert. "Apotheker stellen die sachgerechte Arzneimittelabgabe für Menschen sicher und können diese Verantwortung auch für Tierarzneimittel noch stärker wahrnehmen als bisher", kommentierte Christian Buse, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versandapotheker (BVDVA) den EU-Vorstoß.

Die Abgeordneten warnen davor, dass eine Vernachlässigung des Problems sogar einen Rückfall ins sogenannte vor-antibiotische Zeitalter zur Folge haben könnte. Um die Resistenzen gegen antimikrobielle Wirkstoffe langsamer ansteigen zu lassen, fordern die Abgeordneten Leitlinien für den umsichtigen Einsatz solcher Mittel, um deren unnötige Verwendung in der Human- und die Veterinärmedizin, Landwirtschaft und Aquakultur zu senken. Buse: "In der Humanmedizin hat es sich bewährt, dass der Arzt Arzneimittel verordnet und der Apotheker die Verordnung prüft und das Medikament an den Verbraucher abgibt. Diese Vorgehensweise - flankiert durch eine engmaschige Kontrolle durch die Arzneimittelfachbehörden - sorgt für ein Maximum an Sicherheit und Transparenz." Schon heute ordern Tierhalter freiverkäufliche Arzneimittel für ihre Haustiere bei Versandapotheken. Das Einreichen der vom Tierarzt verordneten Rezepten in der Vor-Ort- oder Versandapotheke sei daher nach einer kurzen Übergangsphase für die Verbraucher problemlos möglich. Der Markt der Tierarzneimittel lag nach Angaben des Bundesverbands für Tiergesundheit e.V. in 2011 bei 763 Millionen Euro und wies ein Wachstum von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf.

Rückfragen für die Presse:
Bundesverband Deutscher Versandapotheken

Kerstin Kilian
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