Landbevölkerung nutzt Arzneiversand häufiger als Städter

Repräsentative Umfrage zum Arzneiversand, Teil 1

  • 78 Prozent aller Befragten sehen im Arzneiversand eine Erleichterung für die flächendeckende Versorgung
  • 52 Prozent der Landbevölkerung bestellen Arzneimittel online
  • 53 Prozent der Landbevölkerung haben noch nichts vom drohenden Versandverbot gehört

Berlin, 31. Januar 2017. Dem Versand von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln droht ein Verbot, weil eine Teilgruppe die flächendeckende Versorgung in Gefahr sieht. Doch zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage unter Bundesbürgern, dass mehr als Dreiviertel aller Befragten (78 Prozent) den Versand von Arzneien als Erleichterung für die Versorgung außerhalb der Ballungszentren sehen. Dazu ordern bereits heute mehr Personen der ländlichen Bevölkerung (52 Prozent) Arzneimittel bei der Versandapotheke als Städter (44 Prozent).

„Ein Verbot des Arzneihandels würde die Landbevölkerung direkt treffen“, sagt Christian Buse, Apotheker und Vorstand des BVDVA. „Dabei wird in der aktuellen Berichterstattung klar, dass der Arzneiversand die Apotheken auf dem Land keineswegs bedroht. Landapotheken schließen, weil sie keine Nachfolge finden oder weil der Arzt am Ort nicht mehr praktiziert. Versandapotheken haben schon damit begonnen, die Versorgungslücke abzusichern.“

Die Apotheken auf dem Land werden vermutlich aus organischen Gründen noch weniger werden. Apotheker praktizieren auf Grund der Niederlassungsfreiheit dort, wo auch ein Verschreiber in der Nähe ist und sie Umsatz generieren. Damit muss sich die Landbevölkerung über kurz oder lang auch auf einen ergänzenden, professionellen Arzneiversand verlassen können. Es ist schon als dramatisch anzusehen, dass laut Umfrage mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten aus dem ländlichen Raum noch nichts von einem Versandverbot gehört hat.

„Mit einem Verbot des Arzneiversands würde Politik über die Köpfe der Betroffenen hinweg gemacht. Dabei sollten die Bedürfnisse der Patienten im Fokus stehen – ganz gleich, wo sie wohnen“, urteilt Christian Buse.

Weitere Ergebnisse der Umfrage veröffentlichen wir in der kommenden Woche.

 

 

Über die Umfrage „Monitor Online-Health“

Die vom BVDVA in Auftrag gegebene Umfrage wurde von EARSandEYES im Dezember 2016 durchgeführt. Interviewt wurden online 1.000 erwachsene, in Deutschland lebende Personen.

Über den BVDVA

Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) ist seit 2004 Interessenvertreter und Dienstleister der zugelassenen deutschen Versandapotheken und schützt deren beruflichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen. Der BVDVA arbeitet auf Landes- und Bundesebene und engagiert sich für die Sicherstellung einer hohen Qualität der pharmazeutischen Versorgung im Arzneimittelversandhandel, wobei die bestmögliche pharmazeutische Beratung und Betreuung der Patienten im Fokus steht.

Rückfragen: presse(at)bvdva.de– Udo Sonnenberg | http://www.bvdva.de/aktuelles/presse

Pressematerial (Logos, Fotos, Grafiken): http://www.bvdva.de/veroeffentlichungen/fotodatenbank

Teilen auf:
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie weiter surfen akzeptieren Sie die Verwendung. Mehr Informationen