Skandinavische Länder zeigen, dass Wettbewerb wirkt

170221 PM Dnemark Schweden bFoto: Maik-T. Šebenik | Lizenz cc 2.0

Laut dänischer Apothekervereinigung ist das Angebot und der Service für die Patienten deutlich besser geworden

  • In Dänemark werden seit 2015 flächendeckend mehr Apotheken gegründet
  • RX- und OTC Versandhandel ist erlaubt
  • Öffnungszeiten wurden ausgeweitet und Wartezeiten verkürzt
  • 90 Prozent der Rezepte werden in Schweden elektronisch ausgestellt

Berlin, 21. Februar 2017. Die dänische Apothekervereinigung hat den Apothekenmarkt seit Inkrafttreten einer umfangreichen Reform 2015 analysiert. Die Investitionen sind von ca. 80 Mio. Kronen (ca. 1,1 Mio. Euro) im Zeitraum 2011-14 auf 120 Mio. Kronen in 2015 und 160 Mio. Kronen in 2016 gestiegen. Insgesamt sind 35% mehr Apotheken entstanden. Die Investitionen und Neugründungen wirken sich auch positiv auf die Versorgung in der Fläche aus. Zwar sind gut ein Drittel der neuen Apotheken in 3km Entfernung zur nächsten Apotheke entstanden. Ein Fünftel in einer Entfernung von 5km zur nächsten Einrichtung. Es sind jedoch auch Apotheken in ländlichen Regionen neu hinzugekommen. Das ist u.a. auf die Möglichkeit zurückzuführen, eine weitere Apotheke in bis zu 75km Entfernung zur bestehenden Apotheke einrichten zu können.

Eine spürbare Verbesserung erfahren die Apothekenkunden bei den Öffnungszeiten und beim Service. Fast alle Apotheken haben seit der Reform länger geöffnet. Eine Reihe auch an Sonntagen und einige sogar 24Stunden. Die Wartezeiten in den Apotheken ist von über 5 Minuten in 2009 auf gut 2 Minuten zurückgegangen.

„Die skandinavischen Länder zeigen, dass die wettbewerbliche Stärkung des freien und unternehmenden Apothekers der Weg in die richtige Richtung ist“, sagt BVDVA-Chef Christian Buse. „Der dosierte Wettbewerb sorgt für Investitionen und vor allem für einen besseren Service für die Patienten und Verbraucher. Längere Öffnungszeiten und zügige Bedienung sind Kriterien, die die Kunden schätzen. Diese vorwärts gerichtete Politik zeigt Wirkung im Interesse der Patienten. Eine rückwärtsgewandte Politik mit dem Ziel den etablierten Versandhandel für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland zu verbieten, wäre genau das Gegenteil“, ist Buse überzeugt und weist auch auf die Vorzüge des elektronischen Rezepts in Schweden hin, wo bereits heute 90% aller Rezepte elektronisch ausgestellt werden.

 

Über den BVDVA

Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) ist seit 2004 Interessenvertreter und Dienstleister der zugelassenen deutschen Versandapotheken und schützt deren beruflichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen. Der BVDVA arbeitet auf Landes- und Bundesebene und engagiert sich für die Sicherstellung einer hohen Qualität der pharmazeutischen Versorgung im Arzneimittelversandhandel, wobei die bestmögliche pharmazeutische Beratung und Betreuung der Patienten im Fokus steht.

 

Rückfragen: presse(at)bvdva.de– Udo Sonnenberg | http://www.bvdva.de/aktuelles/presse

Pressematerial (Logos, Fotos, Grafiken): http://www.bvdva.de/veroeffentlichungen/fotodatenbank

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