Digitalisierung bedeutet Transformation

Das Gesundheitswesen verändert sich und muss sich weiterentwickeln. Die Apotheken sind Teil dieses Prozesses und aufgefordert, ihn mitzugestalten.

Berlin, 7. März 2017. „Das digitale Zeitalter will nicht so recht im deutschen Gesundheitswesen ankommen. Die elektronische Gesundheitskarte bleibt ein Torso, die digitale Infrastruktur lässt auf sich warten“, schrieb Anno Fricke, Redakteur der Ärzte Zeitung vor Kurzem. Das ist die eine Seite, die staatlich angeschobene E-Health-Strategie, die langsam umgesetzt wird und Transformation anschiebt.

Die andere Seite wurde gerade in Barcelona deutlich sichtbar, wo der Mobile World Congress (MWC) stattgefunden hat. Sie dreht sich schneller. Hier ist der Patient kein reiner Leistungsempfänger mehr, sondern er ist informiert, sammelt selbst mit Apps auf dem Smartphone oder Wearables Vitaldaten, die noch nicht den Weg in das Gesundheitssystem finden. Idealerweise sollten wirklich alle Gesundheitsdaten in einer digitalen Akte zusammenlaufen, so die Vision, von der wir weit entfernt sind: Beide Seiten werden eine.

Welche Rolle spielen die Apotheken?

Wo bleibt bei diesen Strömungen der Apotheker, der schon beim Medikationsplan eher außen vorgelassen wurde? „Derzeit präsentieren sich die Apotheken auch beim Arznei-Versandverbot eher als Besitzstandswahrer“, sagt Christian Buse, selbst Apotheker und Vorstand des BVDVA. „Doch wer sich der Transformation verweigert, an dem wird die Digitalisierung vorbeiziehen, bis man nur noch eine Randfigur ist. Das sollten Apotheken gemeinsam verhindern und ihre bedeutende Funktion im Gesundheitswesen herausstellen.“

Versandapotheken setzen schon heute auf Technologie, beispielsweise beim automatischen Wechselwirkungscheck und digitalen Arzneikonto. Die Prozesse bei jeder Bestellung sind automatisiert und liefern durch festgelegte Prozesse maximale Arzneimittelsicherheit. Hierbei spielen Fachkräfte und Technologie zusammen. Über Schnittstellen könnten in Zukunft weitere Daten aus dem Gesundheitssystem für die Beratung eingebunden und auch eigene Daten bereitgestellt werden, um Patienten passgenau zu behandeln. Ein wichtiger Baustein ist hier das digitale Rezept, das in Zukunft kommen soll: verschriebene Medikamente sind mit Patientenakten verknüpft, doch müssten Apotheken z.B. OTC-Präparate ergänzen können, um nur einen Aspekt zu nennen. „Apotheken sollten veränderungsbereit sein und Ideen einbringen, weil sie so ihre Zukunft absichern“, rät Christian Buse.

 

Über den BVDVA

Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) ist seit 2004 Interessenvertreter und Dienstleister der zugelassenen deutschen Versandapotheken und schützt deren beruflichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen. Der BVDVA arbeitet auf Landes- und Bundesebene und engagiert sich für die Sicherstellung einer hohen Qualität der pharmazeutischen Versorgung im Arzneimittelversandhandel, wobei die bestmögliche pharmazeutische Beratung und Betreuung der Patienten im Fokus steht.

Rückfragen: presse(at)bvdva.de– Udo Sonnenberg | http://www.bvdva.de/aktuelles/presse

Pressematerial (Logos, Fotos, Grafiken): http://www.bvdva.de/veroeffentlichungen/fotodatenbank

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