Keine Versorgungsengpässe bei Arzneimitteln

Die Zahl der Zweigapotheken geht kontinuierlich zurück | Notapotheken hat es seit 2005 nicht gegeben

Berlin, 21. März 2017. Seit einiger Zeit warnt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) davor, dass die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch das Versenden von Medikamenten massiv gefährdet würde. Doch mit den eigenen Zahlen belegt die ABDA genau das Gegenteil.

Was zu tun ist, wenn ein Notstand bei der Arzneimittelversorgung eintritt, ist gesetzlich geregelt. Nur bei einem nachgewiesenen Notstand darf eine Apotheke eine Zweigapotheke öffnen. Ist keine Apotheke bereit, eine Zweigapotheke zu eröffnen, kann die Kommune selbst eine sogenannte Notapotheke einrichten und einen Apotheker einstellen. Dies ist aber seit 2005 nicht vorgekommen. Dazu sank die Zahl der Zweigapotheken zwischen 2005 und 2015 bundesweit von 39 auf elf Offizinen. In Sachsen-Anhalt beispielsweise, wo es 2005 noch elf Zweigapotheken gab, waren es 2015 nur noch zwei. In Thüringen gab es 2005 sieben Zweigapotheken, 2015 keine mehr.

„Um das Verbot des Versands rezeptpflichtiger Arzneien durchzusetzen, schürt die ABDA bei der Bevölkerung Angst, dass der Versand die regionale und lokale Versorgungstruktur gefährde. Dabei müssten die Funktionäre nur mal ihre eigenen Zahlen anschauen, um zu sehen, dass dies nicht stimmen kann“, sagt Udo Sonnenberg, Geschäftsführer des BVDVA. Seit es Versandapotheken gibt, sank die Zahl der Zweigapotheken kontinuierlich. Die Versorgung verbesserte sich also. „Wir wünschen uns, dass die ABDA in den konstruktiven Dialog eintritt und sich weniger beharrlich zeigt. Es geht gerade heute darum, die Gesundheitsversorgung weiter mit den vorhandenen, technischen Möglichkeiten zu verbessern und dazu gehört der Arzneimittelversand als gleichberechtigter Vertriebsweg. Fortschritt bedeutet eben nicht, überholte Strukturen mit Zehen und Klauen zu verteidigen, sondern sie aufzubrechen und zukunftsfähige Lösungen zu suchen“, so Sonnenberg.

 

Über den BVDVA

Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) ist seit 2004 Interessenvertreter und Dienstleister der zugelassenen deutschen Versandapotheken und schützt deren beruflichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen. Der BVDVA arbeitet auf Landes- und Bundesebene und engagiert sich für die Sicherstellung einer hohen Qualität der pharmazeutischen Versorgung im Arzneimittelversandhandel, wobei die bestmögliche pharmazeutische Beratung und Betreuung der Patienten im Fokus steht.

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