Arbeit am E-Health-Gesetz 2.0 soll starten

CDU/CSU will Digitalisierung des Gesundheitswesens vorantreiben

Berlin, 3. Juli 2018. Die Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ein Positionspapier zum Thema `E-Health´ veröffentlicht. Es fordert: „Digitaler Fortschritt darf nicht durch zeitliche Verzögerungen, unklare Zuständigkeiten oder Rechtsunsicherheit ausgebremst werden.“ Auch im Apothekensektor liegen seit längerem Bremsklötze: Das EuGH-Urteil zu Boni-Regelungen für Arzneimittel hat vor mehr als eineinhalb Jahren den Tatbestand der Inländerdiskriminierung geschaffen. Das für die Patienten komfortable E-Rezept lässt immer noch auf sich warten.

„Die deutschen Versandapotheken stehen für Fortschritt und Digitalisierung im Gesundheitsbereich: Sie beteiligen sich gerne konstruktiv am E-Health-Strategieprozess“, sagt der stellvertretende BVDVA-Vorsitzende Heinrich Meyer.

Politik will Führungsrolle stärker wahrnehmen

Mit Blick auf immer wieder vorkommende Blockadehaltungen innerhalb der Selbstverwaltung fordert die CDU/CSU im Positionspapier, die „Umsetzung geplanter Digitalisierungsvorhaben eng zu begleiten, den Ausgleich zwischen widerstrebenden Interessen zu fördern, ordnend und nötigenfalls auch korrigierend einzugreifen.“ Dabei geht es ihr beispielsweise um die flächendeckende Telematikinfrastruktur und die digitale Vernetzung der Gesundheitsakteure. Sie stellt ein Höchstmaß an technischer und organisatorischer Interoperabilität in den Fokus. „Die Versandapotheken sind vorbereitet und können recht schnell Teil einer ganzheitlichen Versorgungskette werden. Wir begrüßen diese Wegbereitung hin zu einem E-Health-Gesetz 2.0“, betont Meyer.

Auch der Fachanwalt für Medizinrecht, Sebastian Vorberg aus Hamburg, meint: „Am Ende wäre es wünschenswert alles in einem digitalen Ablauf geschehen zu lassen. Von der digitalen Kontaktaufnahme bis hin zur Bestellung des notwendigen Medikaments.“

„Insellösungen und Isolierte Ankündigungen hingegen bauen Druck auf, sind aber weniger hilfreich als eine konstruktive Mitarbeit. Wenn sich eine Branche umfangreiches Know-how im Bereich der digitalen Prozesse von der Verordnung bis zur Auslieferung angeeignet hat, dann ist es der Arzneimittelversandhandel. Die deutschen Versandapotheken stehen mit ihrem Wissen, das u.a. in mehreren Forschungsprojekten in der Vergangenheit gesammelt wurde, gerne an der Seite der Akteure: Politik, Ärzte und Krankenkassen, um die für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtige Digitalisierung im Gesundheitssektor voranzutreiben“, so Heinrich Meyer.

 

Über den BVDVA

Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) ist seit 2004 Interessenvertreter und Dienstleister der zugelassenen deutschen Versandapotheken und schützt deren beruflichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen. Der BVDVA arbeitet auf Landes- und Bundesebene und engagiert sich für die Sicherstellung einer hohen Qualität der pharmazeutischen Versorgung im Arzneimittelversandhandel, wobei die bestmögliche pharmazeutische Beratung und Betreuung der Patienten im Fokus steht.

Rückfragen: presse(at)bvdva.de – Udo Sonnenberg | http://www.bvdva.de/aktuelles/presse

Pressematerial (Logos, Fotos, Grafiken): http://www.bvdva.de/veroeffentlichungen/fotodatenbank

Teilen auf:
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie weiter surfen akzeptieren Sie die Verwendung. Mehr Informationen