DVPMG: Digitale Gesundheitsversorgung wird weiter ausgebaut

Makelverbot für eRezepte gilt für alle gleichermaßen

Berlin, 07. Mai 2021 | Das Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) ist gestern im Bundestag verabschiedet worden und soll in Kürze Kraft treten. „Wir begrüßen als BVDVA ausdrücklich das Engagement des Bundesgesundheitsministeriums und der parlamentarischen Entscheider, die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen weiter voranzutreiben“, sagt Christian Buse, Apotheker und Vorstand des BVDVA.

„Innerhalb der vielen Regelungen des DVPMG liegt ein wichtiger Fokus auf dem Thema eRezept. Ein entsprechender Änderungsantrag hat ganz zum Schluss noch einmal für Präzisierung gesorgt. Es ist wichtig, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und (Versand)Apotheke nicht durch Dritte untergraben wird. Diese Klarstellung entspricht auch dem Patientendaten-Schutzgesetz“, betont Christian Buse.

Da die eRezept Anwendung der gematik diskriminierungsfrei für die Verbraucher und Apotheken entwickelt wurde, braucht das System keine Makler oder Plattformen, die die freie Apothekenwahl in Frage stellen und zusätzlich Daten sammeln. Hier könnte auch das Prinzip der Datensparsamkeit aus der DSGVO relevant werden: Warum sollen Patientendaten durch eine weitere Hand/über eine Plattform fließen?

Neuerungen des DVPMG bringen weiteren Schub

Das DVPMG treibt die digitalen Entwicklungen für die Gesundheits- und Pflegebranche voran und macht sie breiter nutzbar. Beispielsweise soll die Telematikinfrastruktur (TI) im Gesundheitswesen weiterentwickelt, die Telemedizin ausgebaut und die digitalen Anwendungen (Apps) für Pflege und Gesundheit (DiPA und DiGA) sollen optimiert abgerechnet und besser integriert werden können. Im Fokus stehen weiterhin die elektronische Patientenakte (ePA) und das eRezept, mit dem unter anderem auch Betäubungsmittel (BTM) verordnet werden sollen. „Im Zuge der Corona Pandemie ist allen bewusst geworden, wie wichtig eine Digitalisierungsoffensive in Deutschland und insbesondere im Gesundheitswesen ist. Ein weiteres Zögern und Zaudern ist nicht mehr angezeigt. Wir freuen uns, dass jetzt alle Leistungserbringer am gleichen Strang ziehen“, so der BVDVA-Vorsitzende Christian Buse.

Über den BVDVA

Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) ist seit 2004 Interessenvertreter und Dienstleister der zugelassenen deutschen Versandapotheken und schützt deren beruflichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen. Der BVDVA arbeitet auf Landes- und Bundesebene und engagiert sich für die Sicherstellung einer hohen Qualität der pharmazeutischen Versorgung im Arzneimittelversandhandel, wobei die bestmögliche pharmazeutische Beratung und Betreuung der Patienten im Fokus steht.

Rückfragen: presse(at)bvdva.de – Udo Sonnenberg | http://www.bvdva.de/aktuelles/presse

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