19. BVDVA-Kongress 2026: Versorgungssicherheit stärken
08.06.2026 Pressemitteilungen
Berlin 8. Juni 2026 | Vorab-Meldung zum 19. BVDVA-Kongress am 11./12.6.
19. BVDVA-Kongress 2026: Versorgungssicherheit stärken – Die unverzichtbare Rolle des Online-Versandhandels in der digitalen Gesundheitsversorgung
Im Vorfeld des am 11. und 12. Juni 2026 in Berlin stattfindenden 19. BVDVA-Kongresses unterstreicht der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) die kritische und wachsende Bedeutung des Online-Versorgungskanals. Angesichts zunehmender Lieferengpässe und des demografischen Wandels erweist sich die digitale Gesundheitsversorgung als tragende Säule auch und insbesondere für die Spezialversorgung chronisch und schwerstkranker Menschen in Deutschland. Auf dem Kongress werden hochkarätige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Praxis über die dringend notwendigen regulatorischen Weichenstellungen debattieren.
Der Online-Kanal als Garant für Versorgungssicherheit
Die flächendeckende und resiliente Versorgung mit hochspezialisierten Arzneimitteln – etwa in der Onkologie, bei seltenen Erkrankungen (Orphan Drugs) oder komplexen chronischen Therapien – stellt das deutsche Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen. Der Arzneimittelversandhandel hat sich in diesem sensiblen Segment als unverzichtbares digitales Auffangnetz etabliert. Durch hochgradig automatisierte und technologisch fortgeschrittene Logistikzentren können Versandapotheken Schwankungen im Markt flexibler ausgleichen und Patientinnen und Patienten unabhängig von deren Wohnort oder Mobilitätseinschränkungen fehlerfrei und zeiteffizient beliefern.
„Der moderne Arzneimittelversandhandel ist ein hochtechnologisierter, logistischer und pharmazeutischer Fels in der Brandung für Millionen von Menschen. Gerade in der Spezialversorgung sichert der Online-Kanal das Überleben und die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten, die auf eine lückenlose Medikation angewiesen sind. Wer den Versandhandel regulatorisch schwächt, gefährdet direkt die Versorgungssicherheit im ländlichen Raum und bei vulnerablen Gruppen.“ – Heinrich Meyer, Vorsitzender des BVDVA und Inhaber von SANICARE
Technologische Aspekte und digitale Vernetzung im Fokus
Ein zentraler Schwerpunkt des diesjährigen Kongresses liegt auf den technologischen Innovationen, die die digitale Gesundheitsversorgung von morgen definieren. Die flächendeckende Etablierung des E-Rezepts war dabei nur der erste Schritt. Die Zukunft liegt im nahtlosen Austausch von Gesundheitsdaten (Health Data Exchange) zwischen behandelnden Ärzten, Patientinnen und Patienten sowie den versorgenden Apothekenstrukturen.
Der Kongress wirft hierzu auch einen Blick über die Landesgrenzen: Internationale Best Practices – wie die Keynote von Kevin Heath (CEO von Pharmacy2U) über die digital gesteuerten Versorgungspfade im Vereinigten Königreich oder die Erfahrungen aus Finnland, vorgestellt vom Apotheker Kenneth Forssell – zeigen eindrucksvoll, wie durch technologische Integration die Therapietreue (Adherence) signifikant gesteigert und Medikationsfehler minimiert werden können. Digitale Versorgungsmodelle nutzen prädiktive Algorithmen, um Lieferketten zu überwachen und drohende Engpässe frühzeitig zu erkennen, bevor sie beim Patienten ankommen.
Politischer Handlungsbedarf: Weichenstellungen für die Zukunft
Die politische Dimension dieser Entwicklung steht im Zentrum des 4. Podiums des Kongresses am 11.6. nachmittags. Unter dem Titel „Gesundheitswesen und Apotheke im Umbruch: Die Bedeutung der Spezialversorgung für Patientinnen und Patienten | Welche Weichen muss die Politik mit Blick auf die Versorgungssicherheit in Zukunft stellen?“ diskutieren Branchenexperten über die gesetzlichen Leitplanken und was sie von der Politik in naher Zukunft erwarten.
Zu den prominenten Gästen des Kongresses gehört unter anderem Tino Sorge, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der gleich zum Auftakt ein Grußwort überbringen und die aktuellen gesundheitspolitischen Perspektiven des BMG umreißen wird.
Der BVDVA fordert von der Politik eine innovationsfreundliche und patientenzentrierte Gesetzgebung. Nötig sind der Abbau bürokratischer Hürden bei der Digitalisierung der Apothekenprozesse sowie zukunftsorientierte Vergütungsmodelle, die den logistischen und technologischen Mehraufwand der spezialisierten Digitalversorger angemessen abbilden. Versorgungssicherheit im 21. Jahrhundert erfordert ein starkes, partnerschaftliches Zusammenspiel aus innovativen Online-Strukturen und lokaler Präsenz.
Highlight-Hinweise zum 19. BVDVA-Kongress 2026:
- Wann: 11.–12. Juni 2026
- Wo: Berlin, Steigenberger am Kanzleramt/Hauptbahnhof
- Kernthemen: Digitale Gesundheitsversorgung, E-Rezept-Weiterentwicklung, Speziallogistik bei Lieferengpässen, politischer Rahmen für die Apothekenlandschaft 2026 ff.
- Podium 4 am 11.6., 16:35 Uhr: „Gesundheitswesen und Apotheke im Umbruch: Die Bedeutung der Spezialversorgung für Patientinnen und Patienten | Welche Weichen muss die Politik mit Blick auf die Versorgungssicherheit in Zukunft stellen?“
- Live-Podcast-Aufnahme „Ein Fall für die KI“ am 12.6., 12:15 Uhr
- Außerdem: Lach-Yoga und Graphic Recording
Über den BVDVA: Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) vertritt seit über 20 Jahren die Interessen der zugelassenen Versandapotheken in Deutschland. Der Verband setzt sich für eine moderne, digital gestützte und patientenorientierte Arzneimittelversorgung ein. Der jährliche BVDVA-Kongress ist der zentrale Treffpunkt für Entscheider aus Politik, Gesundheitswirtschaft, E-Health-Infrastruktur und Apothekenpraxis.
Pressekontakt: Udo Sonnenberg (Geschäftsführer) BVDVA e.V. Geschäftsstelle Leipziger Platz 16 | 10117 Berlin Email: presse@bvdva.de
