Soll CardLink jetzt durch PoPP ersetzt werden?
02.03.2026 Kooperationspartner
Kurze Antwort: Nein, aber Vorbereitung auf den Übergang ist ratsam. Im Folgenden eine Zusammenfassung eines Artikels unseres Förderpartners Akquinet.
Torsten Fink von der akquinet tech@spree, hat mit seinen Kollegen für die gematik die Zero Trust Umgebung entwickelt. Er berichtet in einem Blog-Beitrag über den aktuellen Stand (Ende Februar 2026). Hier die Fakten in aller Kürze:
PoPP (Proof-of-Patient-Presence): Neuer Service der Telematikinfrastruktur 2.0 (TI-2.0), der digitale Gesundheitsdienste auch ohne physische eGK-Nutzung über Kartenterminals ermöglicht. Ziel ist eine flexiblere, sicherere Nutzung durch Zero-Trust-Architektur (ZETA). Ab 2026 schrittweise Einführung, zunächst für VSDM 2.0 (Versichertenstammdatenmanagement). Später auch für NFC-Smartphones und die neue GesundheitsID.
CardLink: Aktuelle Lösung zum Einlösen von E-Rezepten per App/Web-Anwendung, die die eGK über NFC ausliest und mit VSDM 1.0 arbeitet. Funktioniert ohne Kartenterminal in der Apotheke.
Aktueller Stand (2026):
- PoPP ersetzt CardLink langfristig, aber nicht sofort.
- 2026: Fokus auf VSDM 2.0 und Integration in bestehende TI-Konnektor-Infrastruktur. CardLink bleibt parallel nutzbar.
- Ab Q1/2027: VSDM 1.0 wird abgeschaltet, PoPP bietet Übergangs-VSDM-Prüfnachweis für E-Rezepte.
- CardLink-Zulassungen laufen teilweise bis September 2028 – kein akuter Handlungsdruck, aber Beobachtung der PoPP-Entwicklung empfohlen.
Strategische Empfehlung: Unternehmen, die mit der CardLink-Technologie arbeiten, sollten die PoPP-Entwicklung verfolgen. Ein Wechsel ist erst sinnvoll, wenn zugelassene PoPP-Alternativen verfügbar sind.
In Zusammenarbeit mit Akquinet werden wir sicherlich in Kürze weitere Informationen für die BVDVA-Mitglieder haben und auch ein Workshop mit der gematik ist angefragt.
