Meldungen

Der Landarzt Stefan Spieren aus dem sauerländischen Wenden berichtet in der Zeitschrift c`t, dass seine Praxis aktuell etwa 30 Videosprechstunden am Tag durchführt, anstatt 20 in der Woche. Wegen des ansteckenden Corona-Virus nutzen immer mehr Patienten die Videosprechstunden. Gerade wenn es nur um ein Folgerezept geht, begibt sich ungern jemand in Gefahr. Für Ärzte und Patienten stehen technische Lösungen wie www.zumarzt.online bereit.

Die vergangene Woche dominierte bei Interpol der Kampf gegen den illegalen Handel mit Arzneimitteln. Denn illegale Arzneimittel bergen große Risiken für die Patienten: Wirkstoffe können falsch, zu hoch, zu niedrig dosiert sein oder gar ganz fehlen. Auch wenn enthaltene Wirkstoffe nicht angegeben sind, kann die Einnahme der Arzneimittel Leib und Leben gefährden.

Es überrascht nicht eben stark: Die kürzlich veröffentlichte Studie Healthcare-Barometer 2020 der Beratungsgesellschaft PwC zeigt wieder, dass vielen das E-Rezept nicht früh genug kommen kann. Laut Umfrage können sich mehr als drei Viertel der Bundesbürger vorstellen, auf das E-Rezept umzusteigen.

Langsam scheint in Deutschland Bewegung in die Digitalisierung rund um Apotheken zu kommen: DocMorris will Offizin-Apotheken in eine Plattform einbinden und der Bundesgerichtshof beschäftigt sich mit Klagen der Apothekerkammer Nordrhein gegen EU-Versandapotheken, die sich auch auf das Heilmittelwerbegesetz auswirken können.

Wieder ist eine Studie zu E-Health, spezieller zum E-Rezept, erschienen. Das verdeutlicht die Bedeutung des Themas, das auch auf dem BVDVA-Kongress am 18./19. Juni in Berlin auf den Tisch kommen wird. Verfolgen kann man die Diskussionen rund um innovative Arzneimittelversorgung auch auf Twitter unter #bvdva20.

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll trotz aktueller Schwierigkeiten im nächsten Jahr verfügbar sein. Dazu will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Kürze ein zweites Digitale-Versorgungsgesetz vorlegen. Es sollen Details für den Datenschutz und die konkrete Ausgestaltung der Akte geklärt werden. Der BVDVA begrüßt die Tatkraft.

Viele haben gefordert, dass Deutschland bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens aufholen muss. Das neue Jahr bringt uns ein paar Schritte voran. Hier bieten wir eine kleine Übersicht. Der BVDVA greift diese Themen auch bei seinem 13. Jahreskongress im Juni in Berlin auf.

Der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ehrt im Rahmen von BAYERNS BEST 50 besonders wachstumsstarke mittelständische Unternehmen in Bayern. Mit der Auszeichnung würdigt die Bayerische Staatsregierung bereits zum 18. Mal Unternehmen, die in den vergangenen Jahren sowohl Mitarbeiter als auch Umsatz überdurchschnittlich steigern konnten. Die Luitpold Apotheke mit ihrer Online-Präsenz medikamente-per-klick.de gehört als einzige Apotheke zu den Preisträgern.

Heute hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf für eine Stärkung der Apotheke vor Ort gebilligt. Kernanliegen dieser Vorlage ist es, gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer herzustellen. Seit dem EUGH-Urteil vom 19.10.2016 sind die Arzneimittelversandhandelsunternehmen im europäischen Ausland nicht mehr an die deutsche Arzneimittelpreisverordnung gebunden. Damit wurde diese de facto ausser Kraft gesetzt. Das Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) will diesen Zustand heilen. U.a. wird das Preisrecht ins Sozialrecht überführt. Wir haben dazu folgende Punkte formuliert:

Deloitte stellt eine neue Analyse der „digitalen Evolution des Gesundheitswesens“ vor. Im Fokus stehen neue Strukturen, Marktteilnehmer, digitale Angebote sowie die Ableitung von Implikationen für das Gesundheitswesen und die GKV.

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