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Pressemitteilungen

Chancen für das deutsche Gesundheitssystemdrug 1961431 1920
Foto: Myriams-Fotos  | Lizenz cc 1.0

Berlin, 25. April 2017. Derzeit gibt es in Deutschland feste Apothekenabgabepreise, doch der Europäische Gerichtshofs (EuGH) hat entschieden, dass diese nicht europarechtskonform sind: Sie beschränken den freien Warenverkehr in der EU. „Die Benachteiligung von Versandapotheken sieht das Gericht konkret darin begründet, dass solche nicht in Deutschland ansässige Apotheken ihren Nachteil, dass sie sich nur über den Versandhandel auf dem deutschen Markt engagieren können, maßgeblich durch niedrigere Preise ausgleichen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können“, schreiben die Rechtsanwälte von Heuking Kühn Lüer Wojtek. Bisher bestimmt hauptsächlich die Lage den Wettbewerb unter den deutschen Apotheken, die sich frei niederlassen können. Das tun sie meist dort, wo Verschreiber sind und nicht unbedingt dort, wo ein Versorgungsengpass besteht.

Gesundheitswesen sollte die Bewegung hin zu mehr Wettbewerb fortsetzen

Berlin, 11. April 2017. Bezüglich des Versands von rezeptpflichtigen Medikamenten gibt es weit bessere Lösungen als das angedachte Verbot. Auch würde ein Verbot dem bisherigen Weg des deutschen Gesundheitswesens entgegenlaufen. Dieses öffnet sich seit geraumer Zeit dem Wettbewerb, der Deutschland beflügelt hat: Am 24. Juli 1952 schrieb die Wochenzeitung "Die Zeit", wer den Leistungswettbewerb unterbinde und die Funktion des Preises ausschalte, hebe die freie wirtschaftliche Ordnung auf. Damals entstand aus dieser Art des Denkens das bekannte Wirtschaftswunder.

Festpreise sind keine Garantie für eine optimale wohnortnahe Versorgung

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Foto: Techniker Krankenkasse | Lizenz cc 2.0

Berlin, 04. April 2017. In einer jüngst veröffentlichten Pressemitteilung betont die Union, dass durch ein Verbot des Versands rezeptpflichtiger Arzneimittel die wohnortnahe Arzneiversorgung durch die Apotheken vor Ort dauerhaft gestärkt würde. Bedauerlicherweise bleibt ein wesentlicher Punkt dabei unberücksichtigt, der insbesondere die wohnortnahe Versorgung sicherstellt: „Wo ein hinreichendes ärztliches Verordnungsvolumen zusammenkommt, gibt es Apotheken. Der Apotheker folgt dem Arzt bzw. bleibt in seiner Nähe. Umgekehrt gilt: Wo es keine Ärzte mit einem entsprechenden Rezeptumsatz gibt, kann keine Apotheke existieren.“ Das schrieben die Rechtsanwälte Hannes Kern und Thomas Würtenberger sowie der Unternehmensberater Hans-Dieter Wichter, der unter anderem als Regierungssprecher des Landes Nordrhein-Westfalen tätig war, schon 2015 in dem Fachbuch „Arzneimittelversorgung in Deutschland“.

Ländliche Arzneiversorgung durch Strukturfonds absichern

Berlin, 27. März 2017. Ländliche Apotheken leisten einen wichtigen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung mit Arzneimitteln. Doch nur rentable Apotheken können ihrem Versorgungsauftrag auch mittel- bis langfristig nachkommen, schreibt das Institut für Handelsforschung (IFH) in der neuen Studie „Die Apotheke vor Ort – oft unterschätzt und doch unersetzlich“.

Die Zahl der Zweigapotheken geht kontinuierlich zurück | Notapotheken hat es seit 2005 nicht gegeben

Berlin, 21. März 2017. Seit einiger Zeit warnt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) davor, dass die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch das Versenden von Medikamenten massiv gefährdet würde. Doch mit den eigenen Zahlen belegt die ABDA genau das Gegenteil.

Versandapotheken sind günstiger und beraten besser als niedergelassene Apotheken

Berlin, 16. März 2017. Der aktuelle SWR-Marktcheck von Versand- und niedergelassenen Apotheken hat ein klares Ergebnis: Eine Versandapotheke wird Beratungssieger. „Was für alle klar gewesen sein dürfte ist, dass bei OTC-Produkten alle getesteten Versandapotheken günstiger waren, als die niedergelassenen Apotheken. Für mich auch nicht überraschend ist, dass bei der Beratung die Versandapotheken besser abgeschnitten haben“, sagt Christian Buse, Apotheker und Vorstand des BVDVA. Er ergänzt: „Hier zeigt sich deutlich, dass Wettbewerb wirkt, gute Preise und gute Beratung sind kein Widerspruch. Statt des von großen Teilen der CDU/CSU geplanten Verbotsgesetzes, sollte man auch Wettbewerb zu Gunsten der Verbraucher bei verschreibungspflichtigen Arzneien ermöglichen.“

Ein Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente ist weder möglich noch intelligent | Europa- und verfassungsrechtliche Prämissen stehen einer vernünftigen Lösung nicht im Wege

Berlin, 14. März 2017. Anfang März ist ein Aufsatz in „Neue Zeitschrift für Sozialrecht“ mit dem Titel „Arzneimittel-Boni und kein Ende?“ erschienen. Der Autor ist der Vorsitzende Richter am Bundessozialgericht, Prof. Dr. Ernst Hauck. Seine Botschaft ist so klar wie eindeutig: Ein RX-Versandverbot ist europarechtlich nach dem Urteil des EUGH vom 19.10.2016 nicht möglich. Gleichwohl werden aber Spielräume aufgezeigt, die intelligente, verfassungs- und europarechtsfeste Lösungen zulassen.

Das Gesundheitswesen verändert sich und muss sich weiterentwickeln. Die Apotheken sind Teil dieses Prozesses und aufgefordert, ihn mitzugestalten.

Berlin, 7. März 2017. „Das digitale Zeitalter will nicht so recht im deutschen Gesundheitswesen ankommen. Die elektronische Gesundheitskarte bleibt ein Torso, die digitale Infrastruktur lässt auf sich warten“, schrieb Anno Fricke, Redakteur der Ärzte Zeitung vor Kurzem. Das ist die eine Seite, die staatlich angeschobene E-Health-Strategie, die langsam umgesetzt wird und Transformation anschiebt.

Der von der SPD-Bundestagsfraktion (Sabine Dittmar und Dr. Edgar Franke) unterbreitete Vorschlag vom 16. Februar 2017 ist ein akzeptabler Kompromiss

  • Gleiche Wettbewerbsbedingungen für in- und ausländische Apotheken
  • Chronikern bleibt wichtiger Bezugsweg erhalten
  • Regelung noch in dieser Wahlperiode möglich
  • Ansatz von wettbewerblichen Aspekten in der Arzneimittelversorgung

Berlin, 2. März 2017. Mitte Februar haben die stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Dr. Edgar Franke, ebenfalls SPD, einen Vorschlag unterbreitet, wie kurzfristig die nach dem EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 aus dem Gleichgewicht geratene Wettbewerbssituation zwischen internationalen und deutschen Apotheken mit Versandhandelserlaubnis wieder ausbalanciert werden könnte.

Repräsentative Umfrage zum Arzneiversand, Teil 4

  • 96 Prozent der Befragten kennen Versandapotheken
  • 88 Prozent der Befragten, denken an Versandapotheken, wenn sie Arzneien brauchen
  • Barrieren bei der Bestellung sind Lieferzeiten und Rezepteinreichung

Berlin, 28. Februar 2017. 96 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage „Monitor Online-Health“ kennen Versandapotheken und 88 Prozent denken an Versandapotheken, wenn sie Arzneien benötigen. Befragt hat das Meinungsforschungsinstitut EARSandEYES 1.000 volljährige Deutsche in einem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt. „Die Ergebnisse zeigen, dass Versandapotheken bei den Patienten als fester Teil des deutschen Gesundheitswesens wahrgenommen werden“, sagt Christian Buse, Apotheker und Vorstand des BVDVA. „Den Arzneiversand zu verbieten erscheint als Aktion, die die Gewohnheiten der Bevölkerung schlicht missachtet.“

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