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Pressemitteilungen

Die Zahl der Zweigapotheken geht kontinuierlich zurück | Notapotheken hat es seit 2005 nicht gegeben

Berlin, 21. März 2017. Seit einiger Zeit warnt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) davor, dass die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch das Versenden von Medikamenten massiv gefährdet würde. Doch mit den eigenen Zahlen belegt die ABDA genau das Gegenteil.

Versandapotheken sind günstiger und beraten besser als niedergelassene Apotheken

Berlin, 16. März 2017. Der aktuelle SWR-Marktcheck von Versand- und niedergelassenen Apotheken hat ein klares Ergebnis: Eine Versandapotheke wird Beratungssieger. „Was für alle klar gewesen sein dürfte ist, dass bei OTC-Produkten alle getesteten Versandapotheken günstiger waren, als die niedergelassenen Apotheken. Für mich auch nicht überraschend ist, dass bei der Beratung die Versandapotheken besser abgeschnitten haben“, sagt Christian Buse, Apotheker und Vorstand des BVDVA. Er ergänzt: „Hier zeigt sich deutlich, dass Wettbewerb wirkt, gute Preise und gute Beratung sind kein Widerspruch. Statt des von großen Teilen der CDU/CSU geplanten Verbotsgesetzes, sollte man auch Wettbewerb zu Gunsten der Verbraucher bei verschreibungspflichtigen Arzneien ermöglichen.“

Ein Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente ist weder möglich noch intelligent | Europa- und verfassungsrechtliche Prämissen stehen einer vernünftigen Lösung nicht im Wege

Berlin, 14. März 2017. Anfang März ist ein Aufsatz in „Neue Zeitschrift für Sozialrecht“ mit dem Titel „Arzneimittel-Boni und kein Ende?“ erschienen. Der Autor ist der Vorsitzende Richter am Bundessozialgericht, Prof. Dr. Ernst Hauck. Seine Botschaft ist so klar wie eindeutig: Ein RX-Versandverbot ist europarechtlich nach dem Urteil des EUGH vom 19.10.2016 nicht möglich. Gleichwohl werden aber Spielräume aufgezeigt, die intelligente, verfassungs- und europarechtsfeste Lösungen zulassen.

Das Gesundheitswesen verändert sich und muss sich weiterentwickeln. Die Apotheken sind Teil dieses Prozesses und aufgefordert, ihn mitzugestalten.

Berlin, 7. März 2017. „Das digitale Zeitalter will nicht so recht im deutschen Gesundheitswesen ankommen. Die elektronische Gesundheitskarte bleibt ein Torso, die digitale Infrastruktur lässt auf sich warten“, schrieb Anno Fricke, Redakteur der Ärzte Zeitung vor Kurzem. Das ist die eine Seite, die staatlich angeschobene E-Health-Strategie, die langsam umgesetzt wird und Transformation anschiebt.

Der von der SPD-Bundestagsfraktion (Sabine Dittmar und Dr. Edgar Franke) unterbreitete Vorschlag vom 16. Februar 2017 ist ein akzeptabler Kompromiss

  • Gleiche Wettbewerbsbedingungen für in- und ausländische Apotheken
  • Chronikern bleibt wichtiger Bezugsweg erhalten
  • Regelung noch in dieser Wahlperiode möglich
  • Ansatz von wettbewerblichen Aspekten in der Arzneimittelversorgung

Berlin, 2. März 2017. Mitte Februar haben die stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Dr. Edgar Franke, ebenfalls SPD, einen Vorschlag unterbreitet, wie kurzfristig die nach dem EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 aus dem Gleichgewicht geratene Wettbewerbssituation zwischen internationalen und deutschen Apotheken mit Versandhandelserlaubnis wieder ausbalanciert werden könnte.

Repräsentative Umfrage zum Arzneiversand, Teil 4

  • 96 Prozent der Befragten kennen Versandapotheken
  • 88 Prozent der Befragten, denken an Versandapotheken, wenn sie Arzneien brauchen
  • Barrieren bei der Bestellung sind Lieferzeiten und Rezepteinreichung

Berlin, 28. Februar 2017. 96 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage „Monitor Online-Health“ kennen Versandapotheken und 88 Prozent denken an Versandapotheken, wenn sie Arzneien benötigen. Befragt hat das Meinungsforschungsinstitut EARSandEYES 1.000 volljährige Deutsche in einem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt. „Die Ergebnisse zeigen, dass Versandapotheken bei den Patienten als fester Teil des deutschen Gesundheitswesens wahrgenommen werden“, sagt Christian Buse, Apotheker und Vorstand des BVDVA. „Den Arzneiversand zu verbieten erscheint als Aktion, die die Gewohnheiten der Bevölkerung schlicht missachtet.“

170221 PM Dnemark Schweden bFoto: Maik-T. Šebenik | Lizenz cc 2.0

Laut dänischer Apothekervereinigung ist das Angebot und der Service für die Patienten deutlich besser geworden

  • In Dänemark werden seit 2015 flächendeckend mehr Apotheken gegründet
  • RX- und OTC Versandhandel ist erlaubt
  • Öffnungszeiten wurden ausgeweitet und Wartezeiten verkürzt
  • 90 Prozent der Rezepte werden in Schweden elektronisch ausgestellt

Berlin, 21. Februar 2017. Die dänische Apothekervereinigung hat den Apothekenmarkt seit Inkrafttreten einer umfangreichen Reform 2015 analysiert. Die Investitionen sind von ca. 80 Mio. Kronen (ca. 1,1 Mio. Euro) im Zeitraum 2011-14 auf 120 Mio. Kronen in 2015 und 160 Mio. Kronen in 2016 gestiegen. Insgesamt sind 35% mehr Apotheken entstanden. Die Investitionen und Neugründungen wirken sich auch positiv auf die Versorgung in der Fläche aus. Zwar sind gut ein Drittel der neuen Apotheken in 3km Entfernung zur nächsten Apotheke entstanden. Ein Fünftel in einer Entfernung von 5km zur nächsten Einrichtung. Es sind jedoch auch Apotheken in ländlichen Regionen neu hinzugekommen. Das ist u.a. auf die Möglichkeit zurückzuführen, eine weitere Apotheke in bis zu 75km Entfernung zur bestehenden Apotheke einrichten zu können.

Repräsentative Umfrage zum Arzneimittelversand, Teil 3

  • Mehr als zwei Drittel der Befragten halten Wettbewerb unter Apotheken für wichtig
  • 75 Prozent der Befragten befürworten Boni auf verschreibungspflichtige Medikamente
  • 91 Prozent der Befragten meinen, die Boni sollten den Patienten zu Gute kommen

Berlin, 14. Februar 2017. Für 77 Prozent der Bundesbürger ist der Wettbewerb im Apothekenmarkt wichtig, damit die Preise für Arzneimittel fair bleiben und 69 Prozent halten den Wettbewerb für wichtig, damit die Apotheken ein verlässliches Service-Angebot gewährleisten. Das ermittelte die Umfrage „Monitor Online-Health“ im Dezember 2016. „Vor allem die älteren Bundesbürger versprechen sich vom Wettbewerb unter Apotheken einen besseren Service“, sagt BVDVA-Geschäftsführer Udo Sonnenberg. „Es hat den Anschein, dass sich vor allem die stationären Apotheker einem Wettbewerb verschließen, wie es ihn in nahezu allen anderen Branchen bereits gibt.“

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Foto: Rosmarie Voegtli | Lizenz cc 2.0

Gesetz über das Apothekenwesen (Apothekengesetz – ApoG) regelt ganz klar den Notfall

BVDVA schlägt Strukturfonds zur Notfallversorgung vor

Berlin, 9. Februar 2017. Das weiterhin von Teilen der Politik geforderte Versandverbot für verschreibungspflichte Arzneimittel (RX) wird in erster Linie mit dem Erhalt der flächendeckenden Versorgung mit Arzneimitteln begründet. Zur Sicherstellung der Versorgung hat der BVDVA bereits einige konstruktive Vorschläge unterbreitet, die auch Eingang in die Diskussion gefunden haben. Allerdings: Die aktuelle Gesetzeslage ist schon heute völlig klar mit Blick auf mögliche Versorgungsengpässe in ländlichen Gebieten.

Repräsentative Umfrage zum Arzneiversand, Teil 2

  • 75 Prozent der Deutschen finden es wichtig, dass Arzneimittel bestellt werden können
  • Nur 17 Prozent der Deutschen können erklären, um was es beim geplanten Verbot des Arzneiversands geht

Berlin, 7. Februar 2017. Es fehlt an Aufklärung, wenn es um den Arzneiversand in Deutschland geht, wie die repräsentative Umfrage „Monitor Online-Health“ von EARSandEYES deutlich zeigt. „Leider arbeiten Kampagnen gegen den Arzneiversand hauptsächlich mit Emotionen und schüren die Angst vor dem scheinbar Unbekannten“, sagt Heinrich Meyer, Apotheker und Vorstand des BVDVA. „Dabei wäre eine faktenbasierte Aufklärung wichtig. Es geht schließlich auch um den digitalen Fortschritt im deutschen Gesundheitswesen.“

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